Mit der Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Worms wurde der Verein 1967 offiziell gegründet. Die zwölf anwesenden Mitglieder wählten während der Mitgliederversammlung am 30.03.1967 Karl Fischer zu ihrem ersten Vorsitzenden. Zweiter Vorsitzender wurde Werner Siegel, zum Geschäftsführer wurde Günter End und zum Kassenwart Bruno Winter gewählt.


Nach wie vor waren die finanziellen Mittel des Vereins beschränkt. Trotzdem mußten für einen eigenen Flugbetrieb Flugzeuge und eine Startwinde angeschafft sowie Fluglehrer und ein Fluggelände gefunden werden.
In zahlreichen Arbeitsstunden hatten die Vereinsmitglieder im Frühjahr die im Vogelsbergkreis erstandene Röder-Eintrommelwinde wieder funktionstüchtig gemacht. Sie wurde im März endlich von einem technischen Prüfer abgenommen und stand von da an dem Flugbetrieb zur Verfügung.
Mit dem neu erstandenen und eingweihten Doppelraab D-7502 konnten am 04.06.1967 die ersten Schulungsflüge mit Fluglehrer Kramer auf dem hinteren Sitz auf dem Fluggelände Mainz-Finthen beginnen.

Doch der Wunsch nach einem Fluggelände hatte sich noch nicht erfüllt. Mit dem Doppelraab und der Röder-Winde veranstaltete man auf einem Feld in den Hammer Rheinwiesen einen Flugbetrieb. Diese Wiese schien mit dem hindernissfreien Anflug und einer Länge von 800 Metern bestens als Fluggelände geeignet. Karl Fischer - als einziger Luftfahrerscheininnhaber des Vereins - testete am 13. Mai 1967 mit vier Flügen die Start und Landebahn.
Leider wurden kurze Zeit später die Hoffnungen der Osthofener auf dieses Fluggelände wieder zerschlagen. Der Besitzer zog sein Angebot zurück und andere geeignete Gelände in der näheren Umgebung waren nicht bezahlbar.

So mußte man in der Anfangszeit jedes Wochenende den beschwerlichen Weg mit Winde und Segelflugzeug von Osthofen nach Mainz-Finthen auf sich nehmen um dort zu schulen.
Der Mainzer Verein bewies große Kameradschaft indem er sein Fluggelände mit den Osthofenern teilte und sogar noch drei Fluglehrer (Wallau, Kramer und Nagel) für Schulstarts zur Verfügung stellte.
Am 26. und 27. August 1967 wurde der leichter erreichbare Flugplatz in Oppenheim als Alternativlösung geprüft. Doch diese beiden Flugtage blieben die einzigen auf dem Gelände in Oppenheim. Bis zum 08. Oktober 1967 war der Luftsportverein Osthofen weiter Gast in Mainz-Finthen.